Friedlieb Ferdinand Runge


Friedlieb Ferdinand Runge Visualisierung

Veröffentlicht: 11.02.2019


Das heutige Doodle feiert Friedlieb Ferdinand Runge, einen deutschen analytischen Chemiker, dessen Platz in der Geschichte zu einem Unfall geführt hat, gefolgt von einer zufälligen Begegnung.

Runge wurde 1795 an diesem Tag aus Hamburg geboren. Als Sohn eines lutherischen Pfarrers drückte er sich schon früh für Chemie aus und begann schon als Teenager mit Experimenten.

Bei einem dieser Experimente spritzte Runge versehentlich einen Tropfen Belladonna-Extrakt in sein Auge und bemerkte die sich erweiternde Wirkung der Pupille. Zehn Jahre später, während seines Studiums bei dem renommierten Chemiker und Erfinder Johann Wolfgang Döbereiner an der Universität Jena, wurde Runge gebeten, die Auswirkungen der Belladonna als Teil einer Demonstration für einen Freund von Döbereiner zu reproduzieren: den Schriftsteller und Politiker Johann Wolfgang von Goethe. Beeindruckt von dem 25-jährigen Chemiker reichte Goethe Runge einen Beutel mit seltenen Kaffeebohnen und schlug vor, seine chemische Zusammensetzung zu analysieren. Bald darauf isolierte Runge den Wirkstoff, den wir heute als Koffein kennen.

Nach seiner Promotion an der Universität Berlin lehrte Runge bis 1831 an der Universität Breslau, bis er die Akademie verließ, um eine Stelle in einem Chemieunternehmen zu übernehmen. In dieser Zeit erfand er den ersten Teerfarbstoff und ein ähnliches Verfahren zum Färben von Kleidungsstücken. Seine Beiträge zur Welt umfassen auch: Als einer der ersten Wissenschaftler Chinin zu isolieren (ein Medikament zur Behandlung von Malaria), als Urheber der Papierchromatographie (eine frühe Methode zur Trennung von Chemikalien) zu gelten und sogar eine Methode zu entwickeln Zucker aus Rübensaft zu extrahieren.

Hier ist Runge, ohne den der morgendliche Verzicht auf eine Tasse Kaffee niemals eine wissenschaftliche Erklärung hätte haben können!


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Runge wurde als drittes Kind von Pfarrer Johann Gerhardt Runge geboren. Aus finanziellen Gründen konnte Runge zunächst nur die Grundschule besuchen. Von 1810 bis 1816 war er Apotheker in den Apotheken Ratsapotheke und Löwen in Lübeck.

Von 1816 bis 1822 studierte er Medizin an den Universitäten von Berlin, Göttingen und Jena und anschließend Chemie an der Universität Jena. 1819 erhielt er seinen Doktortitel. med. und 1822 in Berlin zum Doktor der Philosophie mit einer Arbeit über wirtschaftlich bedeutendes Indigo. Im Jahr 1826 wurde Runge Professor und 1828 außerordentlicher Professor für Technologie an der Universität von Breslau.

1832 beendete er seine Universitätskarriere und zog nach Oranienburg, wo er bis zu seinem Tod lebte, um in der Einrichtung chemischer Substanzen zu arbeiten. Hempel, später Chemiefabrik von Oranienburg, um als Industriechemiker zu arbeiten.